RISOGRAPHIE
 
Was sich wie ein medizinisches Untersuchungsverfahren anhört, ist ein Druckverfahren, daß leider noch recht selten eingesetzt wird.
 
Kein Wunder allerdings, denn diese Technologie existiert weltweit erst seit Anfang der 90er Jahre und war mindestens bis ca. 1995 noch mit Kinderkrankheiten behaftet, die in deutlichen qualitativen Mängeln sichtbar wurden. Doch spätestens seit jener Generation von RISOGRAPHEN, die 2006 auf den Markt kamen, kann man von einer ausgereiften Druckmethode sprechen. Aber natürlich hat es ein "Neuer" zunächst schwer, sich gegen die etablierten Marken und Methoden durchzusetzen. Doch das wird zweifellos nur eine Frage der Zeit sein, denn die Vorteile liegen klar auf der Hand:
 
Äußerlich einem herkömmlichen Kopierer ähnlich, entpuppt sich der RISOGRAPH schnell als ein Wunderwerk modernster Technik:
  • Die Farben werden auf Wasserbasis hergestellt (Wasser-in-Öl-Emulsionen), so daß keine giftigen Chemikalien erforderlich sind.
     
  • Der Druckträger (was beim Offsetdruck die Druckplatte ist und hier eine Folie) besteht im Wesentlichen aus den Fasern der Bananenstaudenpflanze, also einem Naturstoff, der problemlos mit dem Hausmüll entsorgt werden kann.
     
  • Und das Wichtigste: Die Geräte emittieren kein Ozon, benötigen auch sonst keine Chemikalien, und da für die Fixierung keine Wärme benötigt wird (wie beim Kopierer), sind die Maschinen im Energieverbrauch äußerst sparsam. Dagegen sind die altbekannten Kopier- und Druckverfahren richtige Giftschleudern, benötigen extrem viel Energie und produzieren auch noch Ozon und/oder Selen.

 
Und wie funktioniert das Ganze?:
Auf eine rotierende Drucktrommel, in deren Innern sich die Druckfarbe befindet und deren Wände aus einem feinen Sieb bestehen, wird der Druckträger (die Masterfolie) aufgezogen. Mittels Thermoelementen werden in die Masterfolie winzige Löcher gebrannt, und zwar an den Stellen, durch die die Farbe auf das Papier gelangen soll. Wenn die Drucktrommel rotiert, wird durch die Zentrifugalkraft die Farbe nach außen zunächst durch die Siebwände der Trommel und dann durch die eingebrannten Löcher der Masterfolie auf das Papier gepreßt. Daher heißt die RISOGRAPHIE auch digitaler Schablonendruck und ist vom Prinzip her dem Siebdruck verwandt. Nur geschieht hier alles elektronisch gesteuert und mit einer feinen Auflösung von 600 dpi.
 
Der Bedarf an Kopien und Druckerzeugnissen steigt ständig. Noch immer werden im Bereich der Vervielfältigung hauptsächlich Kopierer und Offsetdruckmaschinen eingesetzt, die den heutigen Anforderungen an einen wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Druck nicht mehr entsprechen. Kopierer sind aufgrund ihrer komplizierten Technologie für Kleinauflagen gedacht. Durch ihre Bedienerfreundlichkeit werden sie aber häufig für das Vervielfältigen hoher Stückzahlen mißbraucht. Der Offsetdruck dagegen wurde für Groþauflagen konzipiert.
 
Das Verfahren ist jedoch sehr aufwendig, kostenintensiv und meist sehr umweltschädlich. Der Druck kleinerer und mittlerer Auflagen ist oft nicht gerechtfertigt. Deshalb bestand bisher zwischen diesen beiden Verfahren eine Lücke für den schnellen und kostengünstigen Druck von mittleren Auflagen. Diese Lücke schließt die von der japanischen Firma RISO entwickelte RISOGRAPHIE, die für Auflagen von 50 - 10.000 Stück optimal ist. Bereits bei Auflagen ab 20 Stück werden die Verbrauchskosten eines normalen Bürokopierers unterschritten. Bei einer Auflage von 4000 Stück schließlich erreicht der Kostenaufwand pro Druck (ohne Papier) nur noch 0,5 Cent = 0,005 EUR, kein Wunder also, daß wir mit RISOGRAPHIE konkurrenzlos preiswerte Angebote machen können.
 
Die Firma PegasusDruck wurde im September 1993 in Berlin gegründet. Von Anfang an bestand das grundlegende Konzept der Firma darin, eine umweltentlastende Alternative sowohl zum Offsetdruck als auch zum herkömmlichen Kopierer zu bieten, indem voll und ganz auf den digitalen Schablonendruck (RISOGRAPHIE) gesetzt wurde.
 
Übrigens, wer sich die RISOGRAPHIE "in Aktion" ansehen will: PegasusDruck befindet sich in den Bildungswerkstätten im Kultur- und Bildungszentrum Raoul Wallenberg (KuBiZ) im Raum 117 in Weißensee – Neugierige sind willkommen.
 

 
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